Musik Akademie Basel
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für Musik
JAZZCAMPUS

Projekte

Theaster Gates Exhibition Collaboration Masterclass
Esperanza Spalding, Terri Lyne Carrington (© Bernhard Ley)

Theaster Gates Exhibition Collaboration Masterclass

Theaster Gates (social practice installation artist)
Terri Lyne Carrington (dr)
Esperanza Spalding (b/voc)
Justin Thomas (vib/voc)

22. März 2018 | H9 Performance | 13:30-17:30

Auf Grund der Kooperation des Jazzcampus mit dem Kunstmuseum Basel für die Ausstellung mit dem «social practice installation artist» Theaster Gates (Chicago), findet diese Einführungs-Masterclass statt, an dem Theaster das Konzept seiner bevorstehenden Ausstellung sowie die Form der musikalischen Interaktion unter Einbezug von Studierenden des Jazzcampus präsentieren wird. Mit dabei an dieser Masterclass sind auch langjährige Begleiterinnen und Begleiter seiner Kunstprojekte, die internationalen Jazzgrössen Esperanza Spalding und Tierri Lyne Carrington, sowie der Singer/Songwriter und Producer Justin Thomas. Die Ausstellung findet vom 9.6. bis 21.10.2018 statt, mit einem grossen Eröffnungsevent/-konzert im Innenhof des Museums am 11. Juni. Während der Ausstellung sind weitere musikalische Formate mit den Studierenden unserer Hochschule geplant. Diese musikalischen, performativen und experimentellen Aspekte sind sehr zentral für die Arbeit des Künstlers.

Theaster Gates - The Black Madonna

Kunstmuseum Basel: Gegenwart, Neubau / 09.06.2018–21.10.2018 / Kuratoren: Dr. Josef Helfenstein, Søren Grammel

Theaster Gates‘ (*1973) künstlerische Praxis reicht von urbanen Interventionen über Performance bis hin zu Töpferei. Er ist Leadsänger der Band The Black Monks of Mississippi und hält einen Lehrstuhl für Arts and Public Life an der Universität Chicago inne. Bekannt wurde der gelernte Stadtplaner mit Dorchester Projects, einem Quartieraufwertungsprojekt in der verarmten South Side Chicagos, das er selbst als «real estate art» beschrieben hat. Stets zielt er in seiner Arbeit darauf, die Bereiche Kunst und Gesellschaft miteinander zu verbinden und durch die Gründung von kulturellen Gemeinschaften soziale, politische und räumliche Veränderungen einzuleiten. Seit seinem Auftritt bei der Art Basel 2013, als er 100 aus den Toiletten einer abrissgefährdeten Bank entnommene Marmorplatten mit der Inschrift «In Art We Trust» zu Bankanleihen veredelte und damit die Renovierung des Kulturzentrums Stony Island Arts Bank finanzierte, gehört Theaster Gates zu den wichtigsten Stimmen in der zeitgenössischen Kunst.

Der Künstler versteht sich selbst als Sammler von Sammlungen und Archiven, vor allem der schwarzen Kultur in Amerika. Sein Interesse gilt dabei oft den vergessenen Objekten, Bildern und Themen, die er in seine künstlerische Praxis integriert. Als Sammler von marginalisierten und vergessenen Archiven strebt Gates zusammen mit dem Kunstmuseum Basel eine kritische Auseinandersetzung mit dessen eurozentristischer Sammlung an. Gemeinsam werden grundlegende Fragen zu räumlichen und organisatorischen Strukturen des Museums verhandelt.

Im Rahmen der Ausstellung im Kunstmuseum Basel befasst sich Gates hausübergreifend mit dem Kult der Schwarzen Madonna. Dabei geht es ihm sowohl um die religionsgeschichtliche Bedeutung als auch um den ästhetischen und metaphorischen Gehalt dieser Figur.

Im Kunstmuseum Basel | Neubau wird Gates Arbeiten präsentieren, die teilweise für die Ausstellung entstanden sind, und eine Art Schrein für die Schwarze Madonna gestalten, der mit der Architektur des Hauses und den Beständen der Sammlung in einen kritischen Dialog tritt. Dabei ist die Herstellung von Objekten immer auch gesellschaftliche Intervention, denn die Sphären des künstlerischen und des politischen Wirkens sind für Theaster Gates untrennbar.

Im Kunstmuseum Basel | Gegenwart wird der museale Raum hingegen in eine künstlerische Produktionsstätte verwandelt und mit einem temporären Tonstudio sowie einer Druckwerkstatt bespielt. Hier wird der Künstler mit seinen persönlichen Archiven arbeiten, vor allem mit dem Fotoarchiv der für die schwarze Kultur in Amerika ikonischen Magazine Ebony und Jet Magazine.

Die Kooperation mit Künstlern, Architekten, Forschern und Musikern ist fester Bestandteil von Theaster Gates‘ Arbeit. Auch für Basel hat der Künstler ein umfassendes Rahmenprogramm entworfen, das die Ausstellung zur Plattform für Kontemplation, Konzerte, Forschung und öffentliche Debatten macht und ausserhalb des Kunstmuseums Synergien mit anderen Basler Institutionen wie dem Jazzcampus Basel, der Basler Papiermühle und dem Basler Münster eingeht.

https://kunstmuseumbasel.ch/

Projekte

14.01.2019 – 19.01.2019

Artist in Residence

Artist in Residence

Luciana Souza

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