Musik Akademie Basel
Fachhochschule Nordwestschweiz - Hochschule für Musik
JAZZCAMPUS

Angebot

Talentförderklasse und PreCollege Jazz

Die Musik-Akademie Basel bietet eine zweistufige Talentförderung in den Schwerpunktbereichen Klassik, Jazz und Alte Musik an:

 In der Talentförderklasse (kurz: TaF) wird jugendlichen Musikerinnen und Musikern zwischen 12 und 20 Jahren (im Jazz liegt die Altersgrenze bei 28 Jahren) eine allgemeine nachhaltige musikalische Förderung mit einem erweiterten Fächerangebot ermöglicht, welches die spezifischen Neigungen berücksichtigt. Voraussetzungen sind eine ausgeprägte Begabung und die Bereitschaft, die Beschäftigung mit dem Instrument (bzw. der Stimme) ins Zentrum der Freizeitaktivitäten zu stellen. 

Das PreCollege ist ein gemeinsames Angebot der Musikschulen der Musik-Akademie Basel und der Musikhochschulen FHNW. Das PreCollege bereitet geeignete Schülerinnen und Schüler gezielt auf das Studium an einer Musikhochschule vor. Voraussetzungen sind eine hohe Begabung, ausgeprägtes Interesse an der Musik und der klare Wunsch Musik zu studieren.

Die Angebote TaF und Precollege sind fest strukturiert. Bestandteil ist eine begleitende Beratung. Neben instrumentalem oder vokalem Hauptfach ist bei entsprechender Eignung auch ein Hauptfach im Bereich Musiktheorie/ Komposition, Schulmusik, Chorleitung oder Audiodesign möglich.

Voraussetzung für den Eintritt in die TaF oder das PreCollege ist das Bestehen der Aufnahmeprüfung.
Diese finden im Frühling statt.
Anmeldeschluss für TaF und PreCollege Jazz ist der 24. März 2018


Talentförderprogramme Jazz im Detail

TAF JAZZ

Dauer in der Regel ein Jahr (Beginn mit Herbstsemester), nach Absprache Wiederholung möglich

obligatorische Fächer:
0.75 Lektion Einzelunterricht instrumental/vokal
2.0  Lektionen Theorie (Rhythmusschulung, Gehörbildung, Harmonielehre) im Gruppenunterricht
1.5 Lektionen Ensemble

fakultative Wahlfächer (Gruppenunterricht):
1.5 Lektionen Analyse/Stilkunde
1.5 Lektionen Improvisation
0.75 Theorie am Piano für NichtpianistInnen
Der Besuch der Wahlfächer wird bei entsprechendem Zeitbudget sehr empfohlen.

PRECOLLEGE JAZZ

Dauer ein Jahr (Beginn mit Herbstsemester)
Ein Hochschulstudium Jazz setzt neben einer erkennbaren künstlerischen Veranlagung auch fortgeschrittene instrumentale und theoretische Kenntnisse voraus. Das PreCollege wird auf einem entsprechend hohen Niveau geführt und setzt sich zentral mit den praktischen und theoretischen Prüfungsanforderungen auseinander, welche an der Bachelor-Aufnahmeprüfung an den Jazz-Hochschulen verlangt werden.

obligatorische Fächer:
0.75 Lektion Einzelunterricht instrumental/vokal
2.0  Lektionen Theorie (Rhythmusschulung, Gehörbildung, Harmonielehre) im Gruppenunterricht
1.5 Lektionen Ensemble

fakultative Wahlfächer (Gruppenunterricht):
1.5 Lektionen Analyse/Stilkunde
1.5 Lektionen Improvisation
0.75 Theorie am Piano für NichtpianistInnen

Der Besuch der Wahlfächer wird bei entsprechendem Zeitbudget sehr empfohlen.

nach Bedarf:
Theorie Support (gezielter Nachhilfeunterricht in Kleingruppen)


Fächerbeschreibungen

Einzelunterricht instrumental/vokal

In den Förderprogrammen TaF und PreCollege Jazz setzen wir eine fortgeschrittene Instrumental-/Vokaltechnik voraus und erwarten die Bereitschaft (und die entsprechenden Zeitressourcen neben dem Unterricht), neue Inputs laufend aufzunehmen und zu verarbeiten. Gerade im Jazz ist die Entwicklung des persönlichen musikalischen Ausdrucks entscheidend und wir unterstützen unsere SchülerInnen bei der Suche danach. Die Auseinandersetzung mit dem traditionellem Repertoire (Jazzstandards) bildet dafür die Grundlage. Das Verstehen,  bewusste Hören und Spielen von Melodien und ihren jazztypischen harmonischen Verankerungen,  Klangfarben, rhythmischen Patterns und verschiedenen Songformen bildet die Brücke zur eigenen musikalischen Stimme und zum improvisatorischen Freiraum.

Theorie

In der TaF werden die Grundlagen der Jazztheorie in den drei Modulen Rhythmus, Gehörbildung und Harmonielehre vermittelt. Besonders stark gewichtet wird dabei die breit abgestützte Rhythmusschulung. Unterrichtsinhalte können beispielsweise körperliche Sensibilisierung für die Swingphrasierung,  praktische Groove- und Unabhängigkeitsübungen oder Transkription von jazztypischen Patterns sein. In der Gehörbildung steht das Erkennen und (Nach)Singen von Intervallen, Melodien oder Skalen im Zentrum, das vertikale Hören (Drei- und Vierklänge) bildet die Verbindung zur Harmonielehre, in der u.a. jazztypische Funktionsharmonik und spezifische Akkordprogressionen vermittelt werden.

Im PreCollege startet der Theorieunterricht auf bereits hohem Niveau, die TeilnehmerInnen vertiefen ihr jazzspezifisches Vorwissen: In der Harmonielehre werden nach Wiederholung der Basics (Drei, Vier und Mehrklänge, Akkordchiffrierung, Stufentheorie, Skalen) erweiterte funktionsharmonische Zusammenhänge behandelt, wie zB versch. Dominantfunktionen, Modal Interchange, Dur- und Moll-Progressionen, Alterierung von Skalen und Akkorden. In diesem Zusammenhang wird auch die jazzspezifische Formenlehre vertieft.
In der Gehörbildung spielt das analytische Hören eine wichtige Rolle (Erkennen von Intervallen, Skalen, Akkorden inkl. Tensions), gleichzeitig wird die Beschleunigung der spontanen Aufnahmefähigkeit von musikalischem Material v.a. auch praktisch trainiert - Stichwort: Gleichzeitiges Hören und Spielen (als Grundvoraussetzung für die Improvisation).
In der Rhythmusschulung widmen sich die TeilnehmerInnen in Theorie und Praxis Grooves und ihren Verzahnungen, verschiedenen Metren und einem vertieften Verständnis von Swingphrasierung.

Ensemble

Das Ensemblespiel ist das beste Gefäss, um die im Einzelunterricht und in der Theorie erlernten Kenntnisse anzuwenden und auszuprobieren. Es werden viele Stücke aus dem Great American Songbook gespielt - dabei wird neben der Spielpraxis auch gleich das Gefühl für die "historische" Literatur geschärft. Hervorzuheben ist aber vor allem die Eigendynamik des Ensembles: Die SchülerInnen sollen im Kollektiv am Bandgefühl arbeiten und sich mit entscheidenen Faktoren wie Spannung zwischen Solo und Begleitung, Timing, Interaktion, Freiheit der Interpretation und Verantwortung für die Gruppe befassen.

WAHLFÄCHER:

Analyse/Stilkunde

Das Wahlfach vermittelt einen  Einblick in das Schaffen und Wirken der Exponenten der verschiedenen Jazz-Stile. Die intensive Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Jazz und seinen stilistischen Strängen bildet eine unverzichtbare Basis für das Verständnis dieser Musik.

Theorie am Piano für Nichtpianistinnen und Nichtpianisten

Die teilweiseabstrakten Mechanismen und Zusammenhänge der Harmonielehre werden anhand  der Klaviertastatur visualisiert. Nebenbei vermittelt das Wahlfach eine elementare Klaviertechnik.

Improvisation

Die Improvisation spielt im Jazz  eine zentrale Rolle, womöglich ist sie das tragende Gestaltungsprinzip überhaupt. Ob solo oder im Kollektiv aus dem Stegreif gespielt wird - der Jazz lebt von Überraschung, Interaktion, Flexibilität. Im Improvisationsunterricht werden spielerischFreiräume ausgelotet, es darf viel ausprobiert werden. Die Gruppe bildet den idealen Rahmen, um ein wichtiges Element - das Rollenverständnis innerhalb des Ensembles - zu trainieren, denn: Keine Freiheit ohne Verantwortung gegenüber den anderen!

Support (nach Bedarf)

Die freiwillige "Nachhilfestunde" nach Vereinbarung.


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